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Warum Sie E-Mail Listen segmentieren sollten

Anhand von E-Mail-Segmentierung lassen sich die Empfänger:innen Ihrer E-Mails in kleinere Gruppen aufteilen. Es ist Ihnen überlassen, nach welchen Strategien Sie diese segmentieren wollen. Das Ziel ist es, persönlichere und relevantere Inhalte an spezifische Gruppen zu liefern, statt an eine große Kontaktliste. Lesen Sie hier, welche Vorteile es gibt und welche Strategien sich am meisten lohnen.

Verfasst von Hannah Krüger

How To: E-Mail-Listen erfolgreich segmentieren

Warum sollte ich meine E-Mail-Listen segmentieren?

Nicht nur das Gestalten von optimalen Marketing-E-Mails wie Newsletter, Ankündigungen und besonderen Angeboten ist notwendig für eine erfolgreiche Kampagne, auch das Versenden an die richtige Zielgruppe spielt eine besondere Rolle.

 

Internet Service Provider (ISP) entscheiden, wo Ihre Mailings in den Postfächern der Empfänger:innen platziert werden, anhand von vorherigen Interaktionen mit Ihren Mails. Wenn Ihre User kaum mit Ihren Mails interagieren bzw. diese gar nicht erst geöffnet werden, ist es höchstwahrscheinlich, dass sie schon bald in Spam-Ordnern landen.

 

Mit dem Definieren von Zielgruppen sowie dem Segmentieren Ihrer Kontaktlisten senden Sie wertvolle und relevante Inhalte nur an interessierte Empfänger. E-Mail-Segmentierung erschafft Ihnen sowie auch Ihren Usern Vorteile: Sie nutzen personenbezogene Daten gezielter und erfolgreicher, wodurch Klickraten, Conversions und Umsätze steigen. Ihre Kundschaft erhält nur noch gefilterte und relevante Inhalte. Es entsteht eine Win-win-Situation.

 

Nach welchen Strategien soll ich segmentieren?

  • Demografie: Wer sind meine User?

  • Kundentypen: Wie verhalten sich meine Kundschaft?

  • E-Mail-Inhalte: Welche Themen interessieren meine Empfänger:innen?

  • Aktivität: Wie interagieren meine User mit meinen Produkten?

 

Demografische Merkmale:

Eine, der meist verwendeten Segmentierung-Strategien ist das Aufteilen nach Alter, Geschlecht, Wohnort und Beruf. Diese Eigenschaften können viel über die Bedürfnisse und Interessen aussagen.

 

  • Geschlecht und Alter: Betreiben Sie einen Online-Shop mit geschlechtsspezifischen Produkten, ist es hilfreich, E-Mail-Listen nach dem Geschlecht sowie nach dem Alter zu segmentieren, um verschiedene Produkte zu präsentieren, die auch passend zu dem Alter Ihrer Kundschaft ist.

  • Location: Auch der Wohnort spielt eine wichtige Rolle – besonders, wenn Sie internationale Kundschaft haben. Segmentieren Sie beispielsweise Ihre Kontaktlinsen nach den unterschiedlichen Zeitzonen, sodass Ihre E-Mails dann versendet werden, wenn die Empfänger:innen gerade wach sind.

  • Beruf: Achten Sie auf die Jobbezeichnungen Ihrer Kund:innen, um Inhalte präziser anzupassen. Wird Ihr Service von privaten Personen, Freelancer, Mitarbeitern großer Unternehmen und kleiner Agenturen verwendet, ist es sinnvoll, diese aufzuteilen, um Neuigkeiten über Features und Angebote nur an passende Kund:innen zu versenden.

 Kundentypen:

Egal ob Sie einen Online-Shop betreiben oder einen Service anbieten: Ihre Kund:innen sind verschieden hinsichtlich ihres Verhaltens, ihrer Präferenzen und Erwartungen.

 

  • Neukund:innen: Legen Sie hier einen Fokus auf die Kundenbindung und das Aufbauen von Vertrauen. Außerdem können Sie weitere Produkte des Sortiments oder weitere Features Ihrer Software aufzeigen, damit das Interesse weiterhin bestehen bleibt.

  • Regelmäßige Käufer:innen und User: Diese Kundschaft ist aktiv mit Ihrer Webseite und Ihren E-Mails beschäftigt, was sich an hohen Klickraten zeigen lässt. Sie nutzen täglich Ihre Software oder kaufen regelmäßig Produkte aus Ihrem Webshop. Diese Kund:innen sind Ihre VIP's. Sorgen Sie dafür, dass das Vertrauen beibehalten wird. Mithilfe von Gutscheincodes oder persönlichen Event-Einladungen halten Sie die Bindung aufrecht. Zudem können Sie z. B. Upgrades zu einem umfangreicheren Abo anbieten.

  • Free Trial Abonnent:innen: Es kann schwierig sein, User, die sich in einem kostenlosen Probemonat befinden, zu echten Kund:innen zu wandeln. Fokussieren Sie sich anfangs darauf, dass Ihr Produkt verstanden wird. Überzeugen Sie dann diese Zielgruppe mit spannenden neuen Funktionen, die sie mit einem weiteren Abo erhalten. Machen Sie das meiste aus diesen zu zahlenden Features und Vorteilen anhand von kleinen Teasern, die Sie in Ihren Mailings aufführen können.

  • Inaktive Kundschaft: Einige Ihrer Kund:innen haben zwar Ihren Newsletter abonniert oder sind durch eine zufällige Aktion in Kontakt mit Ihren Unternehmen gekommen. Trotzdem interagieren sie nie mit Ihren Mailings bzw. öffnen diese erst gar nicht. Dieses Verhalten zieht Ihre Analyse-Ergebnisse in die Tiefe und lässt E-Mail-Kampagnen erfolglos erscheinen. Dennoch sollten Sie diese Gruppe nicht zu schnell aufgeben. Senden Sie Gutscheincodes, um das Engagement der Kund:innen zu steigen. Werden die sogenannten re-engaging mails immer noch nicht geöffnet, ist es Zeit diese User aus Ihrem Backend zu entfernen.

E-Mail-Inhalte

Eine weitere Strategie ist es, E-Mail-Listen nach den Themenpräferenzen Ihrer Empfänger zu segmentieren. Einige Ihrer User interessieren sich nur für Rabattaktionen und Sale-Benachrichtigungen. Andere hingegen wollen regelmäßig über neue Updates der Software und Neuigkeiten im Unternehmen informiert werden. Betreiben Sie einen Online-Shop mit großer Sortimentsbreite? Lassen Sie Ihre Empfänger entscheiden, über welche Produktkategorie sie benachrichtigt werden wollen.

 

Kürzlich erfolgte Aktivitäten

Versenden Sie produktorientierte E-Mails, um den Kaufprozess zu beschleunigen. Beispielsweise können Sie tracken, welche Produkte sich in den Warenkörben Ihrer Kund:innen befinden und eine Erinnerungsmail senden, sobald diese Produkte für einen bestimmten Zeitraum noch nicht gekauft wurden. Des Weiteren können Sie die Produkte präsentieren, die den zuletzt gekauften Artikeln der User ähneln oder zum letzten Einkauf passen.

 

Wie komme ich an die Kundeninformationen? 

Formulare

Formulare bieten sich besonders an, wenn Sie demografische Merkmale sammeln möchten. Ihre Interessent:innen können schon während des Anmeldeprozesses ihre Daten angeben. Mithilfe von Formularen können Sie auch nach den Themenpräferenzen Ihrer User fragen. Lassen Sie hierbei die Nutzer:innen durch das einfache Anklicken von Checkboxen bevorzugte E-Mail-Inhalte auswählen.


Achtung:
Fragen Sie nicht nach zu vielen Informationen. Dies kann User beängstigen und zum Abbruch des gesamten Anmeldeprozesses führen. Entscheiden Sie, welche Metrics am bedeutsamsten für Ihre Kampagnen sind und beziehen Sie die in Ihr Formular ein.

 

E-Mail Metrics

Anhand von Öffnungsraten, Klickraten und der Geolocation lassen sich die Verhaltensweisen Ihrer User genau identifizieren. Des Weiteren können Sie Ihr CRM- oder Online-Shop-System mit Ihrer E-Mail-Marketing-Software verknüpfen, um spezifischere Informationen über beliebte Produkte und aktuelle Kaufprozesse zu erhalten. 

 

Mit dem Segmentieren von E-Mails steigt nicht nur die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung. Ein Blick auf Ihre E-Mail Reports lässt zeigen, dass Öffnungs- und Klickraten steigen sowie die Abmelde- und Absprungrate sinken.

 

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